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Il Nuovo Gervasio e gli Schnauzer

Ich heiße Paolo Iuretigh und ich züchte Schnauzer… es ist wirklich einfach, diese Tatsache mit wenigen Worten darzulegen, aber im Hintergrund befinden sich Erfahrungen voller Pathos und Genugtuung, für mich jedoch, der die einzigartigen Momente erlebt habe, ist es ein Vergnügen diese erneut zu erleben und nochmals mit Gemütsbewegung nachzuvollziehen.
“Warum die Schnauzer?” könnte man mich fragen und die einzige mögliche Antwort ist “weil sie dich ergreifen, weil sie in dir leben, weil ich sie fühle und höre". Wenn dann jemand mehr darüber erfahren möchte sollte mich besuchen und wie es vor langer Zeit bei alten Leuten üblich war, kann ich einige Geschichten erzählen, beim Kaminfeuer eines herbstlichen oder winterlichen Abends, und bei einem Gläschen Glühwein und Röstkastanien. http://www.delgervasio.it/immagini/modpulsante.gifDer Schnauzer ist ein hervorragender Freund seines Kameraden oder Kameradin, ist spielliebend, übermütig, liebevoll, ein vorzüglicher Spielgefährte von Kindern, bewacht und verhält sich defensiv gegenüber Fremden, ist ausgeglichen, hat eine sehr hohe Schmerzensschwelle ... wie viele Eigenschaften und Vorzüge mehr sollen wir aufzählen? Vielleicht habe ich doch etwas vergessen, sogar etwas sehr Wichtiges? Ich kann nur behaupten, daß diese Hunde tatsächlich so sind, abgesehen von einigen Ausnahmen.. jedermann kann dies vom eigenen Hund behaupten, jedweder Rasse sie angehören…abgesehen, ich wiederhole, von einigen Ausnahmen.

Meine Hunde leben mit mir und ich mit ihnen, im Sinne, daß tatsächlich einige von ihnen mit mir abwechselnd im Hause leben; ich kann selbstverständlich nicht alle gleichzeitig im Hause unterbringen. Und ich lebe mit allen anderen da ich, abgesehen von Abwesenheiten für Geschäft oder Ausstellungen, mein ganzes Leben in meiner Zucht verbringe, bei der Arbeit, oder um meine Hunde auf einen Arbeitsplatz zu bringen, für Sport und Spiel. Zur Zeit besitze ich mehr als dreißig Riesen- und Zwergschnauzer und jährlich kommen im Schnitt noch weitere fünfzehn Würfe dazu, davon die Hälfte die Riesen und der Rest verteilt sich zwischen schwarzen und schwarz-silbernen Zwergen.
Oft fragt man mich wie ich Familien aussuche denen ich meine Welpen anvertraue, obwohl dies nicht meine Aufgabe sein sollte, da die Familien selbst den für sie geeigneten Hund auswählen sollten. Meine Verantwortung liegt hauptsächlich darin, zu erläutern um welchen Hund es sich hier handelt und anheimzustellen, ob sie selbst für den Schnauzer geeignet sind. Der Standardtyp meiner Kunden kennt bereits die charakteristischen Eigenschaften dieser Rasse, das heißt Leute die bereits Schnauzer besessen haben und keine andere Rasse in Betracht nehmen. Und warum? Lebt mit einem Schnauzer und Ihr werdet verstehen warum; andere nähern sich ihm mit Neugierde und erleben häufig eine gewisse Furcht, speziell wenn es sich um die Riesen handelt, aufgrund ihrem stämmigem Aussehen und der Schwierigkeit ihren Blick zu fangen, der langen und dichten Augenbrauen wegen.  Aber wenn sie in Verbindung mit einem meiner Hunde kommen erkennen sie deren Faszinierung.

Meine gegenwärtige Anstrengung besteht darin, den Standard zu erhalten, jedoch mit dem Versuch die Rückkehr der ursprünglichen Charakteristik der Rasse anzuspornen, die leider im Laufe der Zeit etwas verlorengegangen ist. Es sind nicht leichte Aufgaben, grundlegend dafür sind Eigenschaften, die man am meisten entwickeln will, sei es Charakter, Schönheit oder sogar die Eigentümlichkeit einiger Auserlesenen, die man in der eigenen Zucht festhalten möchte: oft ist es eine Wahl, die auf Sensibilität und Erfahrung beruht, und die nicht immer erfolgreich ist. Die Evolution ist jedenfalls ersichtlich, auch wenn es sich für einige um eine Involution handelt. Um die effektiven Unterschiede auswerten zu können kann man Aufnahmen eines Schnauzers der Nachkriegszeit mit einem heutigen vergleichen. Der Hund ist weniger ‘wesentlich’ aber sehr viel harmonischer, ist mehr bedeckt und verbirgt vielleicht einige kleine Mängel mit dem Fell, ist aber jetzt kürzer, das heißt mehr im Viereck mit größeren Winkeln und mit wundervollen ausgestatteten Schnauzen voller dichten Augenbrauen und Bärten: zusammenfassend ist er heute wesentlich schöner und besitzt nicht mehr dieselbe charakterliche Härte, die viele mit dem Verhalten gleichsetztenhttp://www.delgervasio.it/immagini/Dalia.gif.
Einige Charakteränderungen sind offenkundig, da die Rassenselektion für längere Zeit zwei unterschiedliche Achsen verfolgt hat, wobei zum Einen ein Arbeitshund entwickelt wurde mit Charakteristiken die ich vorher als ‘wesentlich’ beschrieben habe, und zum Anderen ein Schönheitshund (der vielfach von Trainern etwas heruntergeschrieben wurde wegen der geringen charakterlichen Entschiedenheit und dem zu hohen Mistrauen), dessen vornehmlichen Eigenschaften im Wesentlichen morphologisch sind. Die heutige Tendenz der Züchter ist eine Rückkehr in die Vergangenheit, man sucht nämlich einen schönen Hund mit einer guten Einstellung zur Arbeit. Ein Hund mit diesen Merkmalen könnte den Schnauzer zurück zu den Sportfeldern in ausreichender Anzahl bringen, um dieser Rasse wieder Hochglanz zu verschaffen, und zwar wegen deren spezifischen Eigenschaften und nicht nur auf Grund der Schönheit und des Temperaments.
Dementsprechend ist es das Bestreben der Züchter die den Schnauzer lieben, die Festigkeit zurückzugewinnen, verbunden mit der Ernsthaftigkeit und dem Gleichgewicht, die nie verlorengegangen sind, und in einem Hund zu verbinden dessen Schönheit nicht bezweifelt werden kann.
Ich möchte auf das Verhältnis zwischen Käufer und dem Welpen zurückkommen. Man fragt sich oft,  zu wem dieser Hund passt, aber ich würde die Frage umformulieren zu “wer passt zu diesem Hund''. Die typische Familie oder Einzelperson passend zum Schnauzer sind solche, die man als Standard bezeichnen kann! Es gibt nicht Familien die nicht geeignet sind,  sondern unpassende Verhaltensweisen. Wenn sich der Eigentümer bewusst ist, daß er oder sie einen Hund haben und nicht ein Kuscheltier oder sogar einen Sklaven, oder schlimmer noch eine Einheit auf die man die eigenen Frustrationen abschieben kann, dann ist er oder sie zum Schnauzer geeignet, wie übrigens auch zu jeder anderen Hunderasse. Ein Pudel oder Zwergschnauzer verlangen vielleicht weniger Kraftaufwand um das Ungestüm eines Riesenschnauzers zu bremsen, aber er zieht nur wenn nicht richtig erzogen, oder vielleicht auch weil der Halter nicht gelernt hat ihn zu verwalten. Deshalb ist es einer meiner ersten Ratschläge,  sofort eine Serie von Lektionen bei einer guten Hundeschule zu buchen und den eigenen Welpen ab sofort erziehen zu lassen! Seit 28 Jahren hat sich der Schnauzer im Aussehen gewandelt, die Nahrung ist anders, aber das Verhältnis zwischen Hund und Mensch nicht. Der Hund ist gesellig geboren und braucht daher einen geeigneten Rudelsführer.  Daher ändert sich nur die Einstellung zu diesem Verhältnis und weiter nichts. Es ist eine unumstrittene Bedingung zu lernen ihn zu führen, und dies ohne Fehler zu begehen macht alles viel leichter.

Der Schnauzer ist ein wundervoller Begleiter, er hat aber gewisse Bedürfnisse. Gesellschaft mit Menschen ist für ihn ebenso wichtig wie die Luft zum Atmen, im Sinne daß ein typischer Schnauzer seinen Halter nie verlässt, es sei denn für einen guten Auslauf, um einer Neugierde nachzugehen, oder dem Jagdinstinkt zu folgen (und hier gehen wir zurück auf die Notwendigkeit von Erziehung und Training). Nie aber wird er seinen Anhaltspunkt verlassen. Weiten und Bewegung sind eine Folge von der Begleitung, er braucht Abwechslung, in Form eines Spazierganges, Lauf querfeldein, usw.. aber er lebt friedlich in einem normalen Haus, wobei er auch häufig im Wege steht, da er nicht nur Herrchen mit den Augen folgt, begrenzt jedoch auf die Räumlichkeit die man ihm bewilligt. Wenn er auf dem Sofa liegt, am Tisch bettelt oder auf dem Bett schläft  ist es nur weil man es ihm das erste Mal erlaubt hat. Jeder Hund, inklusive der Schnauzer, verhält sich auf ziemliche Art und Weise, wenn ihm genau bewusst ist welche Rolle er in der Familie spielt und welchen Raum ihm erlaubt ist.
Die Grundschulung lehrt Welpen mehr mit Gesten als mit Worten welche Verhaltensweise belohnet wird und welche nicht, mehr als mit Bestrafungen, die oft einem Hund im Alter von acht/zehn Monaten erteilt werden, also einem Alter wenn viele (wenn überhaupt) ihren Hund zur Schule bringen, um häufig negative Verhaltensweisen auszukurieren, die man vorher geduldet hat. Ich kann und will nicht einen Hundetrainingskurs diktieren, es ist aber notwendig, daß der neue Halter dies in Anbetracht nimmt und er wird 12/14 freudige Jahre mit seinem Hund verbringen.

Das Thema Ernährung verlangt die Wahl eines guten Trockenproduktes, das im Großen und Ganzen alle Anforderungen eines Hundes erfüllt, und nur spezifische Pathologien könnten verschiedene Nahrungen erfordern. Ich selbst ziehe Trockennahrung hoher Qualität vor, die alle notwendigen Substanzen liefert, und die im Vergleich zu minderen Produkten auch geringere Mengen verlangt. Dementsprechend ist im Endeffekt der Preis von ausgezeichneten Produkten nicht wesentlich höher, bringen jedoch wesentlich bessere Ergebnisse.  http://www.delgervasio.it/immagini/Mydream%20201.gifEinen Brei den man zu Hause vorbereitet ist nie eine vollständige Nahrung und bedarf daher zusätzlicher Integratoren. Grundsätzlich jedoch sind  menschliche Nahrungsreste und/oder solche Nahrungsmittel die auf gleiche Art und Weise wie für den menschlichen Verzehr vorbereitet werden, absolut abzuraten: und zwar zum Beispiel Salz, und erhitzte Fettarten sind für den Hund sehr schädlich, und wenn es uns gleichgültig sein kann unser eigenes Leben zu verkürzen sehe ich nicht ein, warum wir unseren Hund kürzer oder schlechter leben lassen sollen.  Manchmal befriedigen wir uns selbst wenn wir dem Hund menschliche Leckerbissen geben, aber mein Ratschlag ist das zu unterlassen. Es ist vielmehr ratsam ihm als Prämie hin und wieder einen Keks oder ein spezifisches halbfeuchtes Produkt zu geben; der Halter ist mit seiner Großzügigkeit zufrieden und der Hund kommt zu keinem Schaden.
Zu dem was ich bereits gesagt habe möchte ich nur hinzufügen, dem Hund gegenüber widersprüchliche Verhaltensweisen zu vermeiden, zum Beispiel wenn der Garten sein zuhause sein soll, darf er das Haus nie betreten solange er es nicht gelernt hat. Er soll die Türschwelle nicht überschreiten und darf nur wenn aufgefordert das Haus betreten. Im Gegensatz dazu, wenn er zu Hause lebt sollte er nicht draußen bleiben nur weil er schmutzig ist; wenn dies Eure Entscheidung ist sollten Sie ihn vielmehr beim Hereintreten trocknen oder bürsten, andernfalls würde er es nicht verstehen und zur Ungehorsamkeit neigen. Was die Sauberkeit anbelangt, ist es gut zu bedenken, dass es notwendig ist ihn mindestens zwei/drei Mal pro Jahr zu trimmen und zu scheren und häufig zu bürsten. Der Züchter von dem der Hund erworben wurde kann den neuen Eigner auf jeden Fall diesbezüglich beraten.
Diese ist mit zu wenigen und nicht völlich erschöpfenden Worten meine Einführung zur Nuovo Gervasio Zucht, zu mich selbst und meiner Leidenschaft, die Schnauzer. Ich habe einige Eigenschaften dieser Hunderasse beschrieben und bin überzeugt daß, sollten Sie mich besuchen, dieselbe Einstellung und dieselben Hunde vorfinden werden.
Bis bald…und mit Freundlichkeit Ihr Paolo Iuretigh